Mental-Training NLP: Wie man sich Müdigkeit wegdenkt

Geschrieben von: Peter Eich
Mann läuft im Feld bei Sonne und Wolken

Wer schnell laufen will, muss seinen Kopf trainieren. Hobbyläufer und NLP-Coach Peter Eich erklärt, wie man sich seine Schlappheit beim Laufen einfach "wegdenkt".

Über das Neuro-Linguistische Programmieren (NLP) in Bezug auf Sport gibt es nur wenig Literatur. Meist dreht sich alles um Mental- und Motivations-Techniken, die es einem ermöglichen, einen Marathon durchzustehen. Hobbyläufer Peter Eich hat die NLP-Technik im Selbstversuch bei einem 10-km-Lauf angewandt. Er wollte sehen, ob er mithilfe des Mentaltrainings lockerer und damit schneller laufen kann. "Wie kann ich mit der NLP-Technik beim Laufen das Gefühl des Nicht-mehr-Könnens verändern? Und siehe da: Es hat funktioniert. Lest den Beitrag von Peter Eich (www.bodenseepeter.de):

Was ist NLP?

Das Neuro-Linguistische Programmieren (NLP) ist eine psychologische Handwerkskunst, die (unter anderem) dabei hilft, Strukturen von Verhalten und Empfinden zu erkennen und durch Veränderung dieser Struktur das Verhalten und das Empfinden schnell positiv zu verändern.

Was ich durch NLP gelernt habe, ist unter anderem die schnelle Veränderung von Gefühlen (bei mir oder anderen) zu bewirken, um damit positive Änderungen im Verhalten bis hin zur Tat auszulösen. Also zum Beispiel eine Angst zu lösen, indem ich überhaupt nicht über das Objekt spreche, das die Angst auslöst, sondern nur darüber, wie es sich für dich anfühlt, Angst zu haben; woher du weißt, dass du Angst hat; und wie sich das verhält zum positiven Gegenteil, also einem angstfreien Gefühl.

Besonders leicht geht das mit Kindern. Salopp gesagt stelle ich (fast immer) fest, dass sich gute Gefühle im Bauch anders herum zu drehen scheinen als schlechte. Mit einem Kind kann man nach kurzem Gespräch meist schon spielerisch das Gefühl “rausnehmen, umdrehen und anders herum wieder rein tun”. Und plötzlich ist die Angst weg!

NLP und Laufen: der Selbstversuch

Heute bin ich ziemlich untrainiert endlich mal wieder mehr als 10 Kilometer gelaufen. Auf einer Strecke, die hin und zurück führte. Bei der ich also am Anfang und am Ende meines Laufs auf derselben Strecke gelaufen bin – wenn auch in unterschiedlicher Richtung.

Und es hat sich beim Hinweg anders angefühlt als auf dem Rückweg. Nämlich war ich an derselben Stelle – Überraschung! – auf dem Hinweg fit und auf dem Rückweg schlapp. Mit der Konsequenz, dass ich beim Hinweg locker weitere acht Kilometer weit laufen konnte, auf dem Rückweg hingegen nicht.

Nun ist es beim sportlichen Laufen ein Ziel, möglichst schnell und weit zu laufen. Oder anders gesagt: mit der gewünschten Durchschnittsgeschwindigkeit (der “Pace”) möglichst weit zu kommen.

Das Ziel ist es also sich möglichst lange nicht schlapp zu fühlen.

Darum wollte ich herausfinden, woher ich eigentlich sicher wusste, dass ich an dieser einen Stelle auf dem Hinweg fit und auf dem Rückweg schlapp war. Also herausfinden, welche Empfindungen es genau braucht, damit mir meine innere Stimme sagt: “Ich kann fast nicht mehr”. Und genau diese Empfindungen möchte ich vergleichen mit dem Zustand von “Acht weitere Kilometer schaffe ich noch”. In meinem Fall bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen …

 

Auf der nächsten Seite: Wie fühlt es sich an, wenn ich locker laufe?


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