Laufender Gesundheitsminister Bahr:"Meine Bodyguards laufen beim Marathon mit"

Geschrieben von: Wendelin Hübner

42,2 Kilometer durch die Hauptstadt: Gesundheitsminister Daniel Bahr hat den Berlin-Marathon geschafft. Im Interview erzählt der FDP-Politiker, warum er den Lauf trotz schwerer Beine wunderbar fand – und was seine Bodyguards auf sich nehmen mussten.

 

SPIEGEL ONLINE: Herr Bahr, Sie sind am Sonntag den Berlin-Marathon in 4:08:14 Stunden gelaufen. Damit blieben Sie nahezu 20 Minuten über Ihrer Bestzeit. Was war los?
Bahr: Ich musste einige Trainingseinheiten in der Vorbereitungszeit streichen. Ich wusste, dass mir das fehlen wird und ging von 4:30 Stunden aus. Nun sind es 4:08 Stunden geworden. Die Bestzeit bin ich schließlich vor meiner Zeit als Minister gelaufen.

Zur Person

Daniel Bahr ist seit Mai 2011 Bundesminister für Gesundheit. Der FDP-Politiker setzt sich für Krankheits-prävention, Organspende und die Pflegereform ein. Der 1976 geborene Bankkaufmann ist aktiver Läufer, seine Marathon-Bestzeit liegt bei 3:49:05 Stunden.

Bahr: Ich bin voll zufrieden. Diese Kulisse, die vielen jubelnden Menschen, das ideale Wetter. Das war wunderbar und hat mich ins Ziel getragen.
SPIEGEL ONLINE: Wo hat es nach dem Lauf am meisten wehgetan?
Bahr: Körperlich lief alles gut, ich habe mich nicht verausgabt, hatte sogar noch Reserven. Die Beine waren schwer und zwei Zehen waren mal nach einem Trainingslauf mit neuen Schuhen blau.
SPIEGEL ONLINE: Was sagen Sie als Gesundheitsminister: Ist ein Marathonlauf gesund?
Bahr: Naja, da streiten sich wohl die Geister. Der Lauf selbst ist für den Körper schon eine immense Belastung. Deshalb sollte man wirklich nur gut vorbereitet laufen. Denn was gesund ist, das ist die regelmäßige Bewegung in der Zeit der Vorbereitung.
SPIEGEL ONLINE: Wie haben Sie das viele Training organisiert?
Bahr: Ich hatte einen Trainingsplan und habe die wenige freie Zeit genutzt, ihn möglichst umzusetzen. Das war nicht ganz einfach und es ist mir auch nicht immer gelungen, genau nach Plan zu laufen. Aber am Ende hat es gereicht - das zählt.
SPIEGEL ONLINE: Müssen Ihre Bodyguards eigentlich immer mitlaufen?
Bahr: Beim Marathon, ja. Aber die Kollegen haben den Vorteil, dass sie sich abwechseln können.
SPIEGEL ONLINE: Wann laufen Sie den nächsten Marathon?
Bahr: Mal sehen, bislang habe ich noch keine Idee. Der New-York-Marathon würde mich schon mal reizen, aber der ist im November und damit fällt die Vorbereitung in die arbeitsreichen Monate September und Oktober - also nicht so leicht.

Achim-Achilles.de: Herr Bahr, Sie sind am Sonntag den Berlin-Marathon in 4:08:14 Stunden gelaufen. Damit blieben Sie nahezu 20 Minuten über Ihrer Bestzeit. Was war los?

Daniel Bahr: Ich musste einige Trainingseinheiten in der Vorbereitungszeit streichen. Ich wusste, dass mir das fehlen wird und ging von 4:30 Stunden aus. Nun sind es 4:08 Stunden geworden. Die Bestzeit bin ich schließlich vor meiner Zeit als Minister gelaufen.

Sind Sie trotzdem zufrieden mit dem Rennen?

Bahr: Ich bin voll zufrieden. Diese Kulisse, die vielen jubelnden Menschen, das ideale Wetter. Das war wunderbar und hat mich ins Ziel getragen.

Wo hat es nach dem Lauf am meisten wehgetan?

Bahr: Körperlich lief alles gut, ich habe mich nicht verausgabt, hatte sogar noch Reserven. Die Beine waren schwer und zwei Zehen waren mal nach einem Trainingslauf mit neuen Schuhen blau.

 

"Der New-York-Marathon würde mich reizen"

 

Was sagen Sie als Gesundheitsminister: Ist ein Marathonlauf gesund?

Bahr: Naja, da streiten sich wohl die Geister. Der Lauf selbst ist für den Körper schon eine immense Belastung. Deshalb sollte man wirklich nur gut vorbereitet laufen. Denn was gesund ist, das ist die regelmäßige Bewegung in der Zeit der Vorbereitung.

Wie haben Sie das viele Training organisiert?

Bahr: Ich hatte einen Trainingsplan und habe die wenige freie Zeit genutzt, ihn möglichst umzusetzen. Das war nicht ganz einfach und es ist mir auch nicht immer gelungen, genau nach Plan zu laufen. Aber am Ende hat es gereicht – das zählt.

Müssen Ihre Bodyguards eigentlich immer mitlaufen?

Bahr: Beim Marathon, ja. Aber die Kollegen haben den Vorteil, dass sie sich abwechseln können.

Wann laufen Sie den nächsten Marathon?

Bahr: Mal sehen, bislang habe ich noch keine Idee. Der New-York-Marathon würde mich schon mal reizen, aber der ist im November und damit fällt die Vorbereitung in die arbeitsreichen Monate September und Oktober - also nicht so leicht.

Interview: Wendelin Hübner

 

Video: Die Highlights vom Berlin-Marathon 2012

 


 

 

 

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