Victoria Trekkingräder im Test: Fahrrad für alle Fälle

Geschrieben von: Frank Joung
victoria trekkingrad fahrrad

Trekkingräder gehören zu den meistverkauften Fahrrädern in Deutschland. Rund ein Drittel der Kundschaft entscheidet sich für ein Trekkingrad. Kein Wunder: Sie sind vielseitig einsetzbar, stabil und sportlich. Unsere Tester testen Trekkingräder von dem norddeutschen Hersteller Victoria. Hier ihr erster Eindruck und ihre Bewertungen.

Das sind die Test-Produkte: Trekkingräder von Victoria

 

"Wirkt edel und läuft sehr ruhig"

Erster Eindruck

Das Rad macht einen hochwertigen Eindruck. Farbe und Farbkombination (matt schwarz mit Gold) wirkt sehr edel. Sattel und Lenker lassen sich leicht einstellen. Nach der Auslieferung musste nur der Lenker fixiert (eine Inbusschraube) und die Pedale befestigt werden.

Sitzkomfort und Sattelqualität nach den ersten 50km top. Schaltung leichtgängig und genau. Das Rad „läuft" sehr ruhig.

Das einzige was etwas unangenehm ist, dass die Lenkergriffe durch die Gummibeschichtung klebrig sind. Aber vielleicht gibt sich das mit der Zeit, wenn diese etwas „abgegriffen" sind.

Eindruck nach vier Wochen

Ich fahre das Rad im Schnitt drei bis vier Mal die Woche. Letzte Woche leider weniger durch die ewigen Gewitter in und um das Ruhrgebiet. Möchte ja nicht plötzlich ein E-Bike haben ;). Längste Tagestour waren 120 km. Die meiste Zeit auf ausgebauten Wald- und Radwegen.

Das Fahrverhalten ist absolute Spitze. Laufruhig und rollfreudig. Auch das Fahren mit Gepäcktaschen macht keine Probleme. Seriensattel ist sehr bequem. Verschleiß ist nicht festzustellen. Es sind aber gerade ja auch erst mal knapp 550 km auf der Uhr...

Das einzige was von Anfang an störte, sind sie Lenkergriffe. Die kleben immer noch. Sehr unangenehm. Wirken dadurch „schmierig". Ohne Radhandschuhe mag ich bei warmen Temperaturen gar nicht fahren.

Gesamteindruck nach acht Wochen: "Hochwertiges Fahrrad"

Der erste Eindruck ist bestätigt. Hochwertiges Fahrrad mit der Liebe zum Detail.

Verarbeitung ist außerordentlich gut. Nichts kratzt oder quietscht. Eine ruhige Fahreigenschaften verbunden mit einem guten Design. Lack sieht sehr edel aus mit der Kombination aus matt schwarz und goldenen Teilen. Seit der Montage der Pedale am Anfang hat das Bike kein Werkzeug gesehen.

Ein Riesenspaß mit dem Bike zu fahren. Im Herbst werde ich für die geplante Tour von der Quelle bis zur Mündung der Ruhr mit Sicherheit das Viktoria nehmen.

Das einzige, was sich seit Anfang an durchzieht, sind die klebrigen Griffe. Etwas viel Weichmacher?! Das wird der Hersteller aber sicher korrigieren können. (So schöne Ledergriffe wären ein weiterer Hingucker)

Bewertung nach Schulnote: 1- (wegen der Griffe)

Fazit: Absolute Kaufempfehlung

 

Tester: Andreas Schulze, 50, fährt ein VICTORIA „Trekking 8.9"

 

"Hochwertig, schön und angenehm leicht"

Erster Eindruck

Als mir das Fahrrad überreicht wurde, war ich einfach nur baff. Ein hochwertiges, im ersten Moment gar nicht wie ein Trekking-Bike aussehendes Fahrrad in super schönen Farben (schwarz-rot) stand da vor mir.

Ich musste mich einfach gleich draufsetzen und eine Runde drehen. Den Lenker hätte ich mir etwas sportlicher gewünscht, mit Möglichkeit die Arme abzulegen (da ich lieber nach vorn gebeugt fahre), aber das ist auch das einzig kleine Negative bisher und nur eine persönliche Meinung.

Das Bike hat eine Top-Ausstattung – angefangen von der Schaltung (30 Gänge), über die Bremsen und die Beleuchtung. Das Rad macht einen sehr hochwertigen Eindruck, ist angenehm leicht (ich musste es bis ins Dachgeschoss tragen), der Sattel ist bequem, der Ständer stabil.

Ich bin begeistert und freue mich auf meine ersten 70-km-Tour.

Eindruck nach vier Wochen

Für die Straße ist das Fahrrad bestens geeignet. Es wirkt zwar sehr hart, ist aber für Asphalt nicht weiter störend. Ich fahre täglich damit – meist zur Arbeit und nach Hause. Aber auch schon längere Touren, durch Wälder habe ich absolviert.

Die Gangschaltung ist super, lässt sich während der Fahrt toll bedienen. Bei meinen längeren Fahrten durch Wälder hat mich die Härte dann doch gestört. Zum einen fing es schnell an mit Klappern (die Schutzbleche und das Blech rechts bei der Pedale) und die Räder sind ausgebrochen, so dass ich ganz schön gegenlenken musste.

Sonst bin ich aber ganz zufrieden und bis auf das Klappern sitzt alles fest. Der Gesamteindruck ist weiterhin toll und für das Fahren in der Stadt einfach nur zu empfehlen.

Gesamteindruck nach acht Wochen: "Tolles Citybike"

Es handelt sich hier um ein tolles Citybike, mit dem man täglich zur Arbeit oder auch Einkaufen fahren kann. Ich nehme es auch, wenn ich mit meinen Zwillingen ruhige Runden im Park fahren. Ich bin jetzt weit über 1000 km gefahren, meist in der Stadt und meine Runden um die Leipziger Seen.

Ich habe es auch auf längeren Strecken, im Gelände (Waldwege) getestet, aber da ist mir das Bike leider etwas zu hart. Vorn die Federung ist super, da geht das Rad schön mit, wenn es mal auf und ab geht, aber hinten tut es dann nach über 30-KM-Touren echt weh.

Auf asphaltierten Strecken läuft es super. Mir gefällt weiterhin am besten die Gangschaltung. Sie lässt sich während der Fahrt super bedienen. Da gibt es wirklich gar nichts zu beanstanden. Die Optik ist der Hammer und auch die Stabilität kann sich sehen lassen.

Auch beim Licht, den Pedalen, Bremsen, Rahmen gibt es nichts zu meckern. Hier handelt es sich um eine super Qualität – ohne Wenn und Aber.

Das einzige, was mich von Anfang an gestört hat, ist der Kettenschutz aus Plaste, der während der Fahrt scheppert. Ich habe diesen jetzt mit einem Kabelbinder befestigt, weil es beim Fahren echt nervt. Alles andere am Rad hat mich überzeugt und für die Stadt kann ich mir kein anderes Rad mehr vorstellen.

Bewertung nach Schulnote: 2+

Kaufempfehlung – ja, wenn man ein Bike sucht, mit dem man viel in der City fahren möchte (auf Asphalt), dann kann ich einen Kauf wärmstens empfehlen. Als Trekkingbike fürs Fahren im Gelände ist dieses Bike eher nicht geeignet. Es ist einfach zu hart und die Räder rutschen im Gelände weg.

Testerin: Michaela Wunderlich, 35, fährt ein VICTORIA „Trekking 8.6"

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