Der eisige Marathon, den niemand finishte

Geschrieben von: Ellen-Jane Austin

Laufen bei Minusgraden ist was für die ganz Harten. Richtig hart waren die Teilnehmer des kältesten Marathons der Welt, im sibirischen Oymyakon. Aber nicht hart genug um ihn zu schaffen. 

Es ist ein sehr frostiger Samstag im sibirischen 500-Seelendorf Oymyakon, als am 5. Januar 2019 sechzehn Läufer*innen zwischen 21 und 71 Jahren an den Start gehen, um den kältesten Marathon der Welt zu bezwingen.

  • Die Temperatur: -52° Celsius.
  • Die Strecke: Eis & Schnee.
  • Gewinner: Keine. Niemand schaffte die vollen 42,195 Kilometer. 

Am weitesten kam, laut der Siberian Times, ein Läufer aus einem nahegelegenen Dorf: Ilya Pesterev knackte 39 Kilometer.

Einzelläufer schafft 50 Kilometer bei -60°

Der Marathon wäre machbar gewesen – zumindest für den Moldaven Dmitry Voloshin.

Laut des Nachrichtendiensts der sibirischen Sakha-Republik kam er neun Tage nach dem kältesten Marathon der Welt nach Oymyakon und lief alleine 50 Kilometer bei -60° Celsius. Sechs Stunden brauchte er für diese Tour.

Der extreme Lauf war Teil von Voloshins eigenem Charity Projekt "Unfrozen". Ziel: Auf Zerebralparese, einer Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt, unter der auch seine Tochter leidet, aufmerksam zu machen. 

 

Das könnte dich auch interessieren:

15 Gründe, warum Laufen im Winter scheiße ist

15 Gründe, warum Laufen im Winter geil ist

Laufen bei Minusgraden – ist es gefährlich?

 

 

 

 

Rectangle Trainingsplan 16 9 2