Ich bin dann mal wandern – einmal über die Alpen

Geschrieben von: Lina Luftig

Wichtig: Gepäck ausmisten und optimieren

vollgepackter Rucksack in freier Wildbahn Kopie



Ich freue mich schon sehr auf meine Alpenüberquerung auf dem E5. Den ersten Teil von Konstanz nach Holzau bin ich schon vor einigen Jahren gegangen. Da war allerdings noch nicht geplant, den Weg fortzusetzen.
Ich fühle mich fit, da ich durch mein bisheriges Sommerprogramm schon ordentlich Fitness dazugewonnen habe, konnte mein Gepäck mittlerweile optimieren und habe zudem eine tolle Wanderbegleitung: Meine liebe Freundin Mone.

Mittlerweile habe auch ich es gelernt – es zählt jedes Gramm. Wirklich jedes. Nachdem ich als Einstimmung auf die Alpentour bereits eine Woche in den Dolomiten unterwegs war, habe ich ausgemistet. Der Plan: Ein Laufoutfit, ein Wechseloutfit, eins zum Schlafen/für die Hütte. Das wars. Und nicht zu viel kleinen Schnickschnack, der ja „nichts wiegt" Den braucht man nicht, schleppt ihn aber die ganze Zeit auf dem Rücken. Das macht sich bei einer Woche wirklich bemerkbar. Im Detail sieht meine Packliste wie folgt aus:

Mein Lauf-Outfit: Jedes Gramm zählt

Laufoutfit

Meine „Laufoutfit" ist quasi das, was ich bei der Anreise und auch sonst die ganze Woche tagsüber am Körper trage:

• Das Wichtigste überhaupt sind die Schuhe und Socken. Sitzen die nicht oder sind nicht voll funktionstüchtig, kannst du gleich wieder einpacken. Marode Schuhe sind zudem noch gefährlich – also vor jeder Wanderung Schuhe checken (löst sich die Sohle, der Schaft, sind sie noch halbwegs wasserdicht, sind die Schnürsenkel noch ganz). Passen sollte beides natürlich und im Idealfall auch schon eingelaufen sein. So vermeidet man von vornherein Blasen und Druckstellen.
Funktionshose: Jetzt im Sommer setze ich auf die bewährten Zipp-Offs. Die Hosenbeine habe ich zur Not im Rucksack, ansonsten laufe ich immer mit kurzen Hosen.
Funktionsshirt: Hier sollte man in hochwertige Qualität investieren. Denn machen wir uns nichts vor – früher oder später fängt das Shirt an zu müffeln, der Schweiß fließt meist schon nach den ersten Höhenmetern. Gute Shirts halten bis zu vier Tage durch, ohne dass sich die Wanderbegleitung einen auffällig weiten Bogen um einen macht.
• Ich trage zudem immer einen Sonnenhut. Das ist natürlich Geschmackssache, aber gerade in höheren Lagen ist die Sonneneinstrahlung ziemlich stark. Außerdem finde ich mich schön so.
• Ein Buff-Tuch um den Hals hat auch mehrere Funktionen: Einerseits schützt es den Hals bei windigen Abschnitten, sorgt dafür, dass der Kameragurt nicht scheuert (ich trage meine Kamera meistens um den Hals) und kann zur Not auch zum Schweißabtupfen genutzt werden.
• Ein Tipp zur Unterwäsche: Mädels – zieht auf jeden Fall einen Funktions-BH mit breiten Schulterteilen an. Dünne schneiden durch den Druck des Rucksacks schnell ein, dass ist bei einer Woche sehr unangenehm.

• Eine GPS-Uhr ist zwar kein Muss, ist aber sehr hilfreich.

Das kommt noch in den Rucksack

Hutte Schlafen Wechseloutfit

• Ein Wechseloutfit, falls das Laufoutfit nass wird. Das besteht ebenso aus einmal Socken, Zip-Off-Hose, Funktionsshirt.
Regensachen: Regenhose, Regenjacke, die auch bei windigen Situationen gut herhalten muss. Wichtig bei der Regenhose ist, dass ihr möglichst auch reinsteigen könnt, ohne die Schuhe dabei ausziehen zu müssen

Outfit fur Regen und wenns kalt wird
• Warme Sachen: Longsleeve und Fleece. Ich packe zusätzlich nur eine Daunenweste ein. Generell seid ihr wie vor dem Training beim Laufen ideal angezogen, wenn ihr kurz vor dem Start etwas fröstelt.
• Für die Hütten: Hier heißt es: Weniger ist mehr. Die Hütten sind immer sehr warm, ein Shirt sowie eine leichte Laufhose zum Schlafen/für den geselligen Abend reichen völlig aus. Es sieht niemand aus wie aus dem Ei gepellt und zudem merkt ja keiner, dass ihr jeden Abend das Gleiche anhabt, da ihr jeden Abend die Hütten wechselt.
• Ein weiteres Muss: die Stirnlampe. In einem vollen Schlafsaal kommt es nicht gut an, wenn ihr mitten in der Nacht Flutbeleuchtung anmacht. Außerdem sind Stirnlampen auch sehr hilfreich, wenn ihr mal ganz früh loswollt, um zum Sonnenaufgang da zu sein.
Wanderstöcke: Diese empfehlen sich insbesondere, wenn man mit schwererem Gepäck unterwegs ist. Ich nutze sie außerdem gern für die Abstiege, das schont die Kniegelenke.
Camelbag – genug Wasser ist Pflicht, gerade an heißen Tagen. Das solltet ihr bei der Gewichtsberechnung unbedingt mit einbeziehen.
Notfallapotheke – mit vielen Pflastern, Tape und was ihr sonst noch so braucht. Hier solltet ihr nicht sparen, kleine Verletzungen passieren schneller als man denkt.
Kosmetik – hier kann allerdings ordentlich gespart werden. Schminke verläuft bei diesen Temperaturen sowieso, also raus damit.
Schlafsack – ist auch Geschmackssache, ich nehme ich dünnen Schlafsack mit, weil ich immer schnell friere. Vielen reicht aber auch ein einfacher Hüttenschlafsack aus.
• Was bei mir nie fehlt: Ein kleines Notizbuch, um die Erlebnisse des Tages kurz festzuhalten. Natürlich auch für etwaige Telefonnummern :-D

sonstiges

 

Lina-Luftig-PortraitZur Autorin: Lina Luftig, um die 30, gebürtiges Nordlicht, hat die frische Ostseebrise gegen Münchner Biergartenkultur eingetauscht. Sie ist Workaholikerin, die ihren Ausgleich draußen in der Natur sucht.

Sie wünscht sich Outdoorbekleidung, die möglichst nicht nur funktional ist, sondern auch endlich mal nach was aussieht. Man weiß schließlich nie, wer einem so über den Weg läuft, während man total schmutzig mit vom Wind zerzausten Haaren den Berg hinaufschnauft. Mehr auf ihrem Blog: linaluftig.de

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