Die besten 5 Indoor-Sportarten für den Winter

Kategorie: Lauf-Training
Geschrieben von: Frank Joung

Immer nur laufen gehen, wird irgendwann auch öde. Jetzt ist die beste Zeit, neue Sportarten für sich auszuprobieren, die nicht nur ganz schnell fit, sondern auch Laune machen. Fünf schnelle Vorschläge für Indoor-Sportarten.

1. Calisthenics: kreatives Street-Workout

Der unaussprechliche Name demotiviert zunächst ein wenig. Das Ganze klingt wie ein Fitnesstrend, den man nicht mitmachen muss. Neu ist das Prinzip tatsächlich nicht, dafür effektiv. Es geht um einfache, oft auch rhythmische, langsam ausgeführte Übungen, die man fast überall ausüben kann.

Dabei arbeitet man vor allem mit seinem eigenen Körpergewicht. Dazu gehören zum Beispiel Liegestütze, Klimmzüge und Burpees in allen Variationen. Statt mit Gewichten und Hanteln wird beim "Street-Workout" an Eisenstangen oder Ringen trainiert.

Das schult das eigene Körpergefühl, trainiert Muskelketten statt isolierte Muskeln und hält den Bewegungsapparat beweglich und geschmeidig. Allerdings ist Calisthenics eher etwas für fortgeschrittene Aktive.

Calisthenics Movemnet Website

2. Strong by Zumba: HIIT mit Beat

Zumba ist ein Fitnessmix aus lateinamerikanischen Tänzen und Aerobic – was vor allem viele Männer davon abhält, es zu tun. Strong by Zumba kombiniert das Ganze mit dem HIIT-Prinzip (Hochintensives Intervalltraining) und dicken Beats.

Dementsprechend schweißtreibend ist das Training. Das Ziel ist, sich in möglichst kurzer Zeit zur Musik auszupowern und dabei den gesamten Körper einzubeziehen. Kicken, sprinten, hüpfen, drehen gehört ebenfalls zur Kraft-Tanz-Choreografie wie ein Dauerlächeln.

Nachteil: Nur für Menschen, die eine halbe Stunde EDM (Electronic Dance Music) am Stück aushalten und sich schnell komplexe Bewegungsabläufe merken können.

Strong by Zumba Website

3. Breakletics: Breakdance meets Fitness

Ähnlich wie bei Strong by Zumba spielt auch beim Breakletics die Musik eine entscheidende Rolle. Hier geht es ebenfalls um hochintensives Training, abgestimmt auf den Beat. Die Bewegungsabläufe sind jedoch am Breakdance orientiert und finden deshalb weniger aufrecht, sondern mehr in der Horizontalen statt.

Der "Two Step Push Up" etwa vereint eine klassische Fitnessübung wie den Plank mit dem "Six Step" aus dem Breakdance.

Der Berliner B-Boy Peter "Petair" Sowinski hat sich Breakletics ausgedacht und sogar an seiner Mutter erprobt.

Vor allem für Menschen, die keine Angst haben, sich Knoten in die Beine zu steppen. Nachteil: Noch kleines Angebot an Trainern, aber kann man auch prima über die App zu Hause im Wohnzimmer machen.

http://breakletics.de/

4. Aqua-Sport: Gelenkschonend und anstrengend

Seien wir ehrlich. Im Schwimmbad endlos Bahnen zu ziehen, wird irgendwann sterbenslangweilig – auch wenn es sehr effektiv ist. Schwimmen ist ein Top-Ausgleich für Läuferin*innen. Da ist es doch viel einleuchtender, den Wasserwiederstand für andere, komplexere Bewegungsabläufe zu nutzen. Ob beim Joggen im Wasser oder bei Fitnessübungen mit Schwimmweste oder -gürtel – die Bewegungen müssen langsam und kraftvoll ausgeführt werden.

Weitere Vorteile gegenüber dem Sport an Land: Man trainiert immer auch den Muskel-Gegenspieler und schont selbst bei dynamischeren Übungen seine Gelenke.

Gerade für den Wiedereinstieg nach Verletzungen ist Aquasport als Ausdauersport ideal und ist – richtig angeleitet – echt anstrengend. Tipp: Danach noch in den Whirlpool oder in die Sauna. Für ganz Harte: Wechselduschen. 

5. Bouldern: Geduld, Geschick und Gehirn

Keine Intervalle, keine Beats, kein "Yeah"-Dauergrinsen. Verglichen mit den anderen Fitnessportarten ist Bouldern, das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe, eher bodenständig. Und genau darum geht es auch: Hoch hinaus wollen, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.

Wer beim Klettern an den Felsblöcken nur plump seine Muskeln einsetzt, wird nicht weit kommen und sich schnell auspowern. Hier ist Geduld, Geschick und Gehirnschmalz gefragt. Das Ziel ist, den Parcours möglichst kraftsparend zu schaffen. Problemlösen statt Mit-dem Kopf-durch-die-Wand-Mentalität.

Man lernt, Bein- und Körperwinkel geschickt einzusetzen, die Balance zu halten und mit Frustration umzugehen. Fast nebenbei trainiert man seine Kraft in Fingern, Händen, Armen und Rücken.

Zwischendurch kann und sollte man sich auf den dicken Weichbodenmatten ausruhen und Lösungs- und Kletterwege bei anderen abschauen.

Tipp: Wer zum ersten Mal in eine Kletterhalle geht, sollte jemanden mitnehmen, der Erfahrung hat und einen in die Boulder-Welt einführt.

 

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